MVP Beispiele

MVP

Wir kennen heute alle die Funktionsweise von Dropbox. Sichere beliebige Dateien in der Cloud, so dass du von überall darauf zugreifen kannst. Als Dropbox vor vielen Jahren startete, hatte das Gründer-Team große Schwierigkeiten, die Funktionsweise und den Nutzen von Dropbox der großen weiten Welt zu erklären. Niemand konnte sich vorstellen, warum es nützlich sein könnte, Dokumente und Dateien in der Cloud abzuspeichern. Sogar beim Einsammeln von Investment-Kapital hatten die Dropbox-Gründer Probleme.

Das Produkt als Prototypen zu bauen und vorzustellen, gestaltete sich zudem auch als sehr schwierig, da die Synchronisation von Ordnern mit der Dropbox sowie der Anspruch an Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit der Systeme enorm hoch sein mussten.

Es war schwierig. Bis zu dem Zeitpunkt, als Drew Houston, der CEO von Dropbox, ein Demo-Video drehte, in dem er die Funktionsweise von Dropbox zeigen konnte. Auf der Social-Sharing-Plattform Digg.com war das Video dann ein Selbstläufer für die Zielgruppe der Digital Early Adopter.

Das Minimum Viable Product (MVP) war im Fall Dropbox also nur ein Video, keine voll ausprogrammierte Version des Produktes. Durch Tausende Feedbacks und positive Rückmeldungen waren die Gespräche mit den VCs natürlich deutlich einfacher als zuvor. Denn offensichtlich gab es eine enorme Nachfrage nach dem Produkt.

Manuell statt automatisch

Eines der bekanntesten MVP Beispiele in unserer Branche ist wohl der von Zappos – dem großen Online-Schuh-Retailer. Nick Swinmurn hatte die Idee, Schuhe online zu verkaufen. Um die Idee so schnell wie möglich zu validieren, suchte er Schuhläden in seiner Nähe und fotografierte die Schuhe im Schuhregal. Anschließend bot er die Schuhe auf seiner Website zum Verkauf an. Wurde ein Paar Schuhe tatsächlich online bestellt, zog er los, kaufte die Schuhe im Laden und verschickte sie dann selbst per Post. Zahlungen und Retouren organisierte er anfangs natürlich ebenfalls selbst.

MVP

In dieser Form natürlich kein skalierender Business-Case. Aber das Beispiel verdeutlicht, dass man, um eine Produktidee zu validieren, oftmals keine großen Investments oder Aufwände benötigt. Das Ende der Geschichte ist der Verkauf von Zappos im Jahr 2009 an Amazon für 1,2 Milliarden US-Dollar. Hat sich durchaus gelohnt, auf den Spuren von Al Bundy zu starten, oder?

 

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